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Ausrüstung

Erst einmal vorweg – man braucht eigentlich nur ein Stativ und eine Kamera.

Aber eine gute Qualität der Ausrüstung spart Zeit, vermeidet Fehler und macht auf jeden Fall mehr Spaß.

Ich stelle in der Folge meine Ausrüstung vor und gebe zum Teil meine subjektive Sicht dazu wieder. Das soll keine Kaufempfehlung oder -ablehnung sein. Entscheidet bitte selbst, was davon für euch hilfreich und schlüssig ist.

STATIV

Ich nutze das Stativ nicht nur für die Astrofotografie. Daher hat es einige Eigenschaften, die nicht zwingend für ein „Astro-Stativ“ wichtig sein müssen. Es lässt sich z.B. fast bodennah einstellen.

Folgende Eigenschaften sind aber für mich bei der Stativauswahl für Astrofotografie wichtig gewesen:

  • Das Material ist Kohlefaser, da es leicht, verwindungssteif und weniger kalt bei der Handhabung ist. Das vermeidet auch die Entstehung von zu viel Kondenswasser, wenn man aus der Kälte raus kommt.
  • Alle drei Beine haben eine Schaumgummifläche zum Greifen (auch das hilft beim Tragen in kalten Nächten).
  • Die maximale Höhe reicht, ohne ausgezogene Mittelsäule, bis zu meinem Brustkorb. Die Mittelsäule reicht bis auf Kopfhöhe – ich lasse sie aber aus Stabilitätsgründen immer eingefahren.
PANORAMAPLATTE

Die Panoramaplatte sitzt direkt auf dem Stativ auf. Sie ermöglicht die 360 Grad Drehung der darauf montierten Aufbauten. Wenn das Stativ eine solche Platte schon eingebaut hat, dann braucht man diese Platte nicht.

POLHÖHENWIEGE

Die Polhöhenwiege ist der Unterbau für die Montierung. Mit ihr wird der Neigungswinkel zum Polarstern und die horizontale Feinjustierung durchgeführt. Da sie horizontal nur wenig justiert werden kann, ist die Panoramaplatte so praktisch. 

MONTIERUNG FÜR KAMERA

Die Montierung wird in den schräg stehenden Schlitten der Polhöhenwiege geschoben. Der an der linken Seite sichtbare (mit Klappen versehene) Polsucher wird dann über die Wiege zur genauen Polaris Position justiert. Auf die zentral sichtbare Platte wird dann entweder direkt ein Stativkopf geschraubt, oder es wird eine Halterung mit Ausgleichsgewicht verwendet.

HALTERUNG FÜR AUSGLEICHSGEWICHT

Die Halterung für das Ausgleichsgewicht wird ungefähr mittig auf die Montierung geschraubt. Sie trägt auf der einen Seite den Stativkopf, auf der anderen Seite wird ein Kontergewicht auf die Edelstahlstange aufgeschoben und mit der aufgesetzten Kamera austariert. Dadurch verringert sich zum einen die Belastung für den Stellmotor der Montierung und zum anderen wird auch die Gefahr von Vibrationen und Verwacklung geringer.

INTERVALLAUSLÖSER

Die Auslösung sollte in jedem Fall mit einem Fernauslöser erfolgen. Manche Kameras lassen nur Belichtungszeiten bis 30 Sekunden zu. Längere Verschlusszeiten  darüber werden mit der Einstellung „bulb“ durchgeführt. Dann funktioniert allerdings der oft eingebaute Intervallauslöser nicht mehr.

Der von mir eingesetzte LRTimelapse PRO Timer (von Gunther Wegner) ermöglicht eine Vollautomatisierung der Aufnahmen und hat sich als ausgesprochen zuverlässig und praktisch bewährt. 

KAMERAMONTAGE

Der LRTimelapse PRO Timer hat an seinem Kunststoffgehäuse zwei Möglichkeiten zur Montage in den Blitzschuh der Kamera. Das Display ist gut ablesbar und der Timer ist auch mit Handschuhen gut zu bedienen. Geladen wird er per USB Kabel und der eingebaute Akku hat eine lange Leistung. Ich habe schon mehrere Aufnahmeserien gemacht, bevor ich (zur Sicherheit) aufgeladen habe.

MONTIERUNG

Hier kann man sehen, wie die gesamte Montierung aussieht. Im Vordergrund ist der Polsucher (nach oben gerichtet) und auf der Drehachse die Halterung mit Gegengewicht und dem Stativkopf zu sehen. Die Kamera sitzt auf dem Stativkopf auf und kann in alle Richtungen gedreht werden. 

MIT KAMERA

Wenn die Ausgleichsdrehung aktiv ist, dreht sich die Halterung um die zentrale Schraube und führt die Kamera (in dieser Ansicht) von links nach rechts. Der Polsucher verhindert eine freie 360°  Drehung der Halterung. Deshalb sollte der obere Abschnitt der Halterung  möglichst nah an den Polsucher gedreht werden. Dann bleibt, während der Aufnahme Session, genug Bewegungsspielraum für die Ausgleichsdrehung.